Sportbekleidung für muslimische Spielerinnen im Handball

Der Deutsche Handballbund (DHB) setzt ein positives Zeichen im Namen der religiösen Vielfalt im Deutschen Handball

Immer wieder waren Fälle in Rheinland-Pfalz aufgetreten, in denen muslimischen Spielerinnen während des Spiels das Tragen eines elastischen Kopftuchs zwar erlaubt wurde, lange Hosen oder Leggins jedoch grundsätzlich zu Diskussionen und Ausschluss führte. Die Schura RLP war im Namen ihrer Mitgliedsgemeinden mit der entsprechenden Bitte einer einheitlichen Regelung im Sinne der Teilhabe an den Deutschen Handballbund herangetreten.

Der Deutsche Handballbund hat nun heute in einem offiziellen Antwortschreiben bekanntgegeben, dass im Frauen-Handball künftig im Spielbetrieb unterhalb der 3. Ligen das Tragen von langen Hosen, neben dem Tragen eines Kopftuchs legitim ist. Der DHB wies darauf hin, „dass die Landesverbände ab sofort eigene Regelungen in Bezug auf das Tragen von langen Hosen erlassen und das Tragen dieser Kleidung erlauben können“. Hierfür haben sich erfreulicherweise alle Landesverbände einstimmig ausgesprochen.

„Die Verbände werden die Spielregeln mindestens aus religiösen Gründen, einige sogar darüber hinaus, öffnen. Damit dürfte dem Anliegen bzgl. der Teilhabe im Jugendhandball in den Verbänden des DHB erfolgreich entgegengekommen sein.“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Wir bedanken uns bei dem Deutschen Handballbund zu dieser Entscheidung im Sinne der religiösen Vielfalt und Teilhabe und freuen uns, dass muslimische Spielerinnen künftig bedenkenlos ihre Spiele antreten können.

Vorstand der SCHURA Rheinland-Pfalz Landesverband der Muslime